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Montag, 28. Oktober 2002


History und Zukunft



Heute in meinem alten Plastiksackerl gekramt in dem alle alten Briefe, Liebesbriefe, Zettel, Konzertkarten und tausend Papiersorten mehr gesammelt werden.

In dieses Sackerl ist dann auch der Inhalt meines rechten Sofa-Tisches hineingewandert, eben solche Zettel, Karten, Papierschnitzel, Tickets, chinesische Kinder-Bastel-Plastikflugzeuge, Mini-Adventkalender, Tschick-Packerl aus fremden Ländern, Kronenkorken und dergleichen mehr.

Und da ich dann auch noch in meinem Geheim-schon fast vergessenen-Heftl gelesen habe und mich der liebe tiefseefisch mit den Gedanken zwischen 17:45-17:47 inspiriert hat, werde ich zukünftig meine vergangenen und noch kommenden Text-Ergüsse auf diesen geheiligten virtuellen Altar werfen.

Ego-Texte, aus der Gier und Schuld entstanden, transformiert in den Zustand der Weisheit und des Erbarmens.



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gedacht am montag 17.45-17.47.



die transylvanische verwandtschaft ist da. lalalala. die schwerkraft ist überbewertet, es gibt sie ja gar nicht, wie man im weltall sieht. die sonne die gelbe sau! und der himalaya kocht auch nur mit wasser. ich liebe die hasstiraden meines schusters, wenn ich ihm was zum reparieren bringe. ich liebe gespräche über selbstmord. nur charmant muß es sein. und esprit muß es haben. und sexy muß es sein. und heiterkeit, lalala, heiterkeit. ich bin der wolf im fuzzipelz, wolf im fuzzipelz. ich finde keinen parkplatz. meide, meide die popkultur. lass uns hinfahren wos schön ist. lass uns, lass uns. früher war ich cowboy, heut bin ich buddhist. mehr frauen mit meerblick.



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home is where your heart is versus kindheitsheimat.



36 stunden kindheitsheimat sind nicht mehr so furchtbar wie sie einmal waren, aber dennoch genug. spaziergang mit o und b und fvb durch den zauberwald, bunte blätter, herbststürme. mitten im wald das elternhaus von paul.

paul war c's und mein kinderfreund. pauls vater ist förster, pauls schwester hatte schon damals - mit gerade mal 17 - ein 2jähriges kind. pauls bruder sammelte kampfsterne (in einer kiste unterm bett) und hatte sein bett auf 4 schweren eisenketten aufgehängt. pauls mutter wurde von einer kuh erschlagen.

heute ist paul röntgenassistent; seine schwester mit den scientologen auf und davon; sein bruder baut rieseninsekten aus steinen und eisenstangen. das haus im wald ist umzingelt von einer herde stein-eisen-ameisen, die dem ort noch mehr düsterkeit verleihen. o. erzählt mir, daß pauls mutter eine hexe war.

im zug nach w. denk ich drüber nach, wie verrückt die leute am land sind. in w. kämpfe ich mich hinterm westbahnhof durch die üblichen sandler und junkies, die frierend in den mülltonnen wühlen; tratsche noch kurz mit m, die mir mit halbwirrem blick erzählt, daß die fpö mausi lugner auf der kandidatenliste hat.

dann noch telefonieren mit x. home is, where my heart is. geographie hat damit wenig zu tun. noch 9,5 tage; ich werde versuchen, schnell zu schlafen.



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Sonntag, 27. Oktober 2002


Time is not a remedy



been getting used to what I see been getting used to what I need been getting used to what I do been getting used to even you rising up to get me down stay awake to stay around and if I scream without a sound it makes me going round and round oh well just made me hungry like a thief just fills me up with disbelief this made me tired, made me tame and I don?t even feel ashamed I?m forced to blame it once again on time - it?s always been the same a thousand wounds that cannot heal a thousand reasons why we never ever feel never ever feel oh well to all the ones that don?t suppose and all the ones who listen close in case of someone get me wrong this ain?t no superstition song if only we could turn it back if we could push it from the track if only we could fight the fear if we were old enough to disappear slowly disappear time is not a remedy time is just an enemy we?re aimless and anemic everyday time is not receivable time is unbelievable time?s about to steal it all away time is just invincible time?s a fucking principle a dazer and eraser from behind oh this is no philosophy this is curiousity this is just the symphony of time

Slut, Time is not a remedy; 2002



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Frühschoppen und Mona Moor



Heute recht benommen aufgeweckt geworden und dann schon zu Mittag mit C. zum Stadtwirten in den 3. zum Frühschoppen. Die alte Zwetschke vom Gölles hat mir dann komplett das Genick gebrochen und dann nur noch mit dem Raumschiff von C. in offenen Fenstern durch die Stadt gebraust und Mona Moore und Hermes zugehört.

Kurzer Zwischenstop beim Westbahnhof und ab jetzt wird dieser Sonntag der Tag des entspannten Nichtstuns sein.

Sehe die Pendelschwünge des Lebens: Anspannung-Entspannung, Nähe-Distanz, Extraversion-Introversion,Offenheit-Verschlossenheit und Kreativität-Destruktivität. Beobachte das alles.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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