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Mittwoch, 30. Oktober 2002


Ego Bestandsaufnahme Nr. 1



Musik im Kopf: Coldplay: In my place Buch in der Hand: Howard Marks: Mr Nice Gewand am Körper: Schuhe, Socken, Unterhose, T-Shirt Rauche: Benson & Hedges Denke nach über: Alles und Nichts Fühle: Mich schwach Welches Tier möchte ich sein: Vogel Was würde ich gerne trinken: Wasser mit Sauerstoff Was würde ich gerne essen: Sonne und Luft Pläne: Morgen aufzuwachen



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Und jetzt der zweite Streich



Ich folge dem guten Beispiel von tiefseefisch und werde eine emotionale Bestandsaufnahme-Skala einführen. Auf dass mein Ego noch besser empirisch und wertfrei beurteilt werden kann

Mein hsin sei offen wie der Platz im Museumsquartier!



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Mit Howard Marks durch die Nacht



Heute mit voller Freude, und dem Kopf voller Manila von Seelenluft, in die Arbeit.

Und dann zwei bis drei Stunden später, nur mehr Gram und Grant.

Nach der Arbeit zu W. und da weiße Spritzer mit Wasser und Eis. Dafür kein Drogenproblem mehr, denn es gab was zu rauchen. Nach endlos anscheinenden Diskussionen über die geplante Nahrungsstelle, Aufbruch Richtung Rani.

Dort ungefähr drei Stunden lang alle möglichen Vor- Nach und Hauptspeisen durchprobiert und mich dabei gefühlt wie mit Howard Marks, somewhere out there.

Danach strich das Essen durch die Körper und wir verlegten uns ins Aux Gazelles. Dort voller Andrang. Das Beste, C. kennt Paul vom tiefseefisch. Auch ein Jugendfreund, Paul war bei ihm in London Town auf Besuch. So klein ist die kleine Welt. Und ich kenn jetzt Michi aus Donawitz, wirtschaftlich angeblich ein Guru und unterrichtet auf dem Modul. Ich schreib nur Kristina.

Danach ist da alles emotional aufgeladen worden, wir haben uns zu einer Filmpremiere Feier eingeschlichen, normalerweise Teil unseres Selbst, ancheindend war das wohl nicht so fein. Alles ist vergiftet.

Jedenfalls mit H. Marks durch die Nacht gezogen und ich fühl mich wieder höchst international.



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Dienstag, 29. Oktober 2002


liste # 1 ( 28.10.02 )



höre: silber. garish. lese: das gap. peter robinson: the hanging valley. bald: a.l. kennedy: alles was du brauchst. trage: omas roten walkjanker. weil herbst ist. sehe: malcolm inside. rauche: nil light. denke nach über: x/revolution/möglichkeiten der weltverbesserung:rettung/spö kabinett des lichts/gasgeruch in der küche. fühle: übermut/stress/wehmut esse: käselaugenstangerl/fröhliche früchtchen (vom biobauern!)/asiatischen billignudelsnack trinke: kaffee, kaffee, kaffee momentane catchphrase: na, dafür bin ich echt net zuständig. / the only way is up. plane: flug nach london/trip nach münchen/ankauf der neuen tocotronic/bezahlung aller rechnungen bevor ich wegfliege/treffen mit: t., g&e/ (diplomarbeitbrrrr)/coldplay-konzert !!!!

das wars mal eben. hab ich was vergessen?



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Montag, 28. Oktober 2002


Ego Texte Nr. 1 - Zwei Hähne



Ich habe geträumt, dass auf einer Ebene, die ein kleiner Bach durchfloss, lauter Menschen saßen und lagen. Ich befand mich mitten unter ihnen. Plötzlich waren zwei riesige Hähne zu sehen. Sie waren enorm groß und ihr Gefieder schillerte in allen Farben. Die Federn schienen auf irgend eine Art wie Flammen zu brennen und zu flackern, in den schönsten und unglaublichsten Farben, die ich mir bisher gar nicht vorstellen konnte. Sie schienen in der Luft zu kämpfen und doch hatten sie Freude daran, ich konnte es tief in mir spüren, es war mehr ein eigenartiger, fremder Tanz.

Alle Menschen liefen vor diesem überwältigenden Anblick davon, die Hähne schienen zu warten, bis die Menschen einen gewissen Radius erreicht hatten, dann tanzten sie hin und zerhackten und zerrissen die Flüchtenden mit ihren Krallen, Sporen und Schnäbeln. Nur ich war, wie gebannt, stehen geblieben.

Als alle Menschen tot waren, tanzten, ja schwebten, die Hähne auf mich zu. Als sie über mir waren – zum mich Töten bereit, ich konnte es spüren und fühlen, überkam mich eine derartige Angst, mehr Angst als Todesangst je sein könnte. Und in diesem Augenblick, wo die Tiere auf mich zustoßen wollten, begann ich von selbst zu tanzen, mit den Händen wie mit Flügeln zu schlagen, meinen Hals zu verrenken und mit den Beinen und Füssen eigenartige Spuren und Zeichen in den Sand zu zeichnen. Plötzlich zerbarsten die beiden Vögel in lauter bunte, schillernde Farbkügelchen, die sich alsbald in Nichts auflösten.

Das waren der traurigste Moment und das tiefste und innigste Gefühl, dass ich je gespürt habe. Dieser Schmerz, dass diese beiden wunderbaren Tiere nicht mehr existent waren.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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