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Sonntag, 3. November 2002


Den Wald voller Fragen finden



Aus der persönlichen Komfort-Zone raus, rein in den Zug und auf ins Steirische.

Dort drei Tage mit lieben Eltern, alten Bekannten und alten Freunden erlebt. Altes liebgewonnenes wiedergesehen und wiedererlebt. Durch Nebel im Wald gelatscht, Erinnerungen wiedergefunden, viel getrunken und gefeiert, viele Katzen und ein wunderschönes gemütliches Haus.

Woher komme ich und wohin gehe ich? Warum checke ich es immer noch nicht? Was soll man erfühlen und was soll man erdenken? Wahrscheinlich entweder oder, aber beides zusammen ist ein Nebel der es einem noch schwerer macht, den richtigen Weg zu finden.

Mister Howard Marks: „...dabei habe ich drei fundamentale Dinge entschieden: Du kannst nicht kontrollieren was dir passiert. Du kannst nur deine Einstellung dazu kontrollieren. Du solltest dich nicht zu ernst nehmen. Fuck- dein Leben ist nicht das wichtigste auf der Welt. Und drittens, du solltest anderen Leuten immer helfen. Mach deinem Nachbarn irgendwie das Leben ein klein wenig leichter." Für mindestens zwei dieser drei Dinge hat es dieses Wochenende nicht ganz gereicht.



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Freitag, 1. November 2002


Als das Plakat SMS schickte




Vollkommene Dynamik, wollte am Anfang doch zu dem Dingens ins Roxy. Dann Anruf bei J. , leider hatte sich eine der Veranstalterinnen vor einer halben Stunde den Fuss gebrochen. Naja.

Dann zu W. rauf und nach einer, bei weitem kürzeren Besprechung wie letztes Mal, zum Engländer auf ein Schnitzel. C. und ich haben dort haben wir vom Nimbus von W. profitiert und zwischen überschäumenden Gunstbezeugungen eine Art Cordon Bleu mit Prosciutto und Grana gegessen. Am Schluss sind zwei Typen vom "Out of the blue" Programm hinter uns an der Wand neben uns gesessen. Der erste Hallo-Wien Flash

Dann kurz ins Schweizerhaus, angeblich der letzte Tag im Jahr. Dort eher nur grindig aber der Jelinek war the Cure. Die einzige Erkenntniss: Ein Bordell im Ersten gehört dem Computer Birg Typen und die Marketing Frau vom Birg soll die Geschäftsführerin dieses Etablissements sein.

Und das Taxi davor war eine Sensation. Aus dem Radio langsamte ein grosszügiger TFT Schirm und das Radio Tool konnte DVD abspielen und Fernsehbilder zeigen. High-Tech Glück für Austrian Psychos.

Dann am Schluss W. wieder getroffen und ins Jenseits. Leider dieses Mal musikalisch nicht so. Dafür haben mich die gesammelten Substanzen schwer umgeworfen.

Das volle Untotenprogramm lief im Schweizerhaus. Ich hatte also auch mein HalloWien Erlebnis.
Gehirn oder Dummheit!



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Dimensionswechsel und final Mana



Naja, eigentlich wollte ich die letzten Worte der ermordeten Frauen festhalten. Aber die wurden nicht festgehalten. Deshalb die letzten Nahrungswünsche vor dem Dimensionswechsel:
James Powel, 56 Jahre alt, Dimensionswechsel am 1. 10. 2002 One pot of coffee

Calvin King, 48 Jahre alt, Dimensionswechsel am 25. 9. 2002 Half of a fried chicken (cooked in garlic powder and red pepper), French fries, one Dr. Pepper, and hot sauce

Rex Mays, 42 Jahre alt, Dimensionswechsel am 24. 9. 2002 Six scrambled eggs with shredded cheese, cream gravy, hash browns, pan sausage, orange juice, and milk

Erstens ist die Berichterstattung frauenfeindlich. Zweitens laufen gerade auf ORF lauter Simpsons HalloWien Specials. Und zum Schluss ist das alles vollkommen irreal.



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Donnerstag, 31. Oktober 2002


Dimensionswechsel und die letzten Worte



In letzter Zeit mach ich ja gerne Scherze über den Tod. So in der Art: "... dann hab ich es endlich hinter mir.". Soweit ich das beurteilen kann ist das natürlich schweres kokettieren und falls es wirklich einmal soweit sein sollte, hoffe ich dass ich mir vorher einiges ausprobieren traue, dass ich mir derzeit noch verkneife (vielleicht erübrigt sich der Todeswunsch dann auch von selber), oder ich finde noch die Kraft als Todesengel einige der vielen, die besser nicht mehr leben sollten, vor mir in die andere Dimension zu schicken.

Jetzt ist es schon höchst interessant dass die Speerspitze der zivilisierten Menschenheit, die amerikanischen Freunde, auf Texas-Staats-Dimensionswechsler ihre exekutierten, ermordeten Gefangenen mit allem Drum und Dran in das WorldWideWeb stellen. Und hier hat mich ja sehr fasziniert, welche letzten Worte diese, vor dem gesellschaftlich akzeptierten Dimensionswechsel, von sich gaben:
James Powel, 56 Jahre alt, Dimensionswechsel am 1. 10. 2002 I am ready for the final blessing.

Calvin King, 48 Jahre alt, Dimensionswechsel am 25. 9. 2002 I want to say God forgives as I forgive. God is the greatest. Thank you.

Rex Mays, 42 Jahre alt, Dimensionswechsel am 24. 9. 2002 I would like to say a final prayer: Dear Heavenly Father, I come to you today, Lord, and thank You for this opportunity to be with You in paradise. I ask You for forgiveness for the ones that need to be forgiven. Dear Lord, deliver us from evil and give us the comfort and peace and joy that we need. Dear Lord, I ask You right now to be with each of the witnesses and lift them up and be on solid ground. Let them know what has gone on and may we all see each other again. Amen. I would like to thank each witness: Ms. Cox, Whiteside, Reed, Scott, and Chad. I am going to go and see Jesus tonight and reserve a special place for each one of you. You all have been there when no one else was. Thank you for all of your love and support. Just know that I am ready to go. You all know what I've gone through. I am going to a better place with the Lord. I'm mad for one reason, that I'm leaving you behind, when I am going to a better place. Y'all still have to go through this hell on earth. Just remember the good things and not the bad. You are all loved and respected.

Warden, just give me parole and let me go home to be with the Lord.

Religiös sind sie ja. Da wird der Dimensionswechsel wohl funktionieren.



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Mittwoch, 30. Oktober 2002




wieder nacht kann es sein leise die beharrlichkeit blicke bieder kalt und fein luegt meine wirklichkeit mein weg fuehrt mich weit weit fort von hier

wieder nacht einerlei es ist hell um diese zeit blueten gedeihn trotz der unbehaglichkeit

wo die nacht erzählt vom tag wo man sieht wie ich es mag ich denk ich geh alles bunte hier ist weiss alles kalte kochend heiss ich denk ich geh.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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