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Sonntag, 28. Juli 2002


Ich bin eine Schildkröte, ich bin das ganze Schildkrötenvolk



Ich mache alle mit mir selbst aus. Ich bin ein Einzelkind- ich habe den Grossteil meines Lebens allein denken und allein handeln müssen. Die meiste Zeit davon habe ich alles was ich dachte und fühlte mit niemanden teilen können.



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Samstag, 27. Juli 2002


Prada Turnschuhe und tote Tiere



Samstag, lang schlafen, Zeitung lesen, einen Joint rauchen, oh Frieden oh seeliger Zustand.

Dann durch die Sonnenstrahlen und die gschaftigen Einkäufer in Slow Motion in die U-Bahn. Wunderschöne schwarze Prada Turnschuhe gekauft. Die Stadt kommt mir trotz Touristen, vielleicht gerade deswegen, ziemlich tod vor.

Habe eine kleine tote Maus und eine tote Taube gesehen.



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Freitag, 26. Juli 2002


Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah



Heute war ein wirklich netter Tag. Am Morgen hatten wir ein Abteilungsfrühstück in einem netten Amerikanischen Cafe. Ich bestellte mir einen grossen Milchcafe und kleine marmeladegefüllte Krapfen mit Vanille- und Schokoladen Sauce, rauchte viele Zigaretten und wir plauderten über Kollegen und dies und das.

Am Nachmittag war ein Agentur Meeting- ich arbeitete an Sachen die mir Freude machten und beim nach Haus fahren freute ich mich über die Sonne, den blauen Himmel, das blaue Wasser und die gute frische Luft.

Zuhause bin ich durch die Wohnung gegangen und habe die Stimmung in meinem Zuhause genossen, Musik gehört, Wäsche vom Wäschetrockner abgenommen, Zeitung gelesen, meinen Goldfisch beobachtet.

Ich rief dann meine Nicht-Mehr-Freundin an, wollte wissen wie es ihr geht, sie einfach nur hören, da unser letztes Gespräch schon fast eine Woche her war. Sie fuhr gerde mit dem Auto und wollte danach zurückrufen.

Jetzt ist es schon über zwei Stunden her, sie hat nicht angerufen.

Ich hab das Buch, dass ich seit längerem beim U-Bahn Fahren lese, ausgelesen (Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah- von Haruki Murakami) und muss dauernd an sie denken. Nach der letzten Geschichte muss ich noch mehr an sie denken und es störrt mich, dass sie nicht zurückruft. Ich bin in einem Gewissenskonflikt zwischen "ich möchte gerne etwas rauchen" und "wenn ich was rauche traue ich mich zum Schluss das Telefon nicht abheben". Ich denke ich werde jetzt was rauchen.

"Begreift man jedoch die menschliche Existenz als eine Aneinanderreihung ziemlich unsinniger Aktionen, die auf relativ einfachen Motiven beruhen, erübrigt sich die Frage danach, was richtig und was falsch ist, fast ganz." Haruki Murakami



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Bekifft gesund leben



Heute Abend war wirklich wie in einem hippen Film.

War mit C. bei einer Bekannten- die hatte gerade einen Wasserspende-Automat mit reinem Sauerstoffzusatz gekauft - wirklich cool das Ding und wir waren alle vollkommen begeistert dass es so etwas gibt.

Danach waren wir Zuhause bei C. und wir rauchten Gras und naschten rohen Schokolade aus Venezuela. Wir waren so stoned, dass wir uns ungefähr 30 Mal den Apple Spot mit Ellen Feiss ansahen. "Huwwhhh!" Sie wirkte bei jedem Male bekiffter und irrer.

Am Schluss bestellten wir noch ein jeder im Internet eines dieser fantastischen Sauerstoffwasser-Dinger. Ich werde in Zukunft voller Sauerstoff im Blut, ganz gesund, leben.



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Donnerstag, 25. Juli 2002


Paranoia



Bekomm heute des öfteren Anrufe aus dem Ausland (erkennt man an der Statusmeldung am Handset Display). Da es sich um ein bestimmtes unangenehmes, eher lästiges, Firmengespräch handeln könnte, nahm ich das Gespräch nicht entgegen. Der Anrufer hinterliess auch keine Nachricht auf der Sprach-Mailbox.
Was lösten diese Anrufe bei mir aus?
Vollkommene Paranoia, dass es sich dabei um Anrufe meiner Nicht-Mehr- und im Herzen doch noch Immer-Freundin handeln könnte. Sie könnte im Ausland sein und Probleme haben- etwas könnte passiert sein- vielleicht kann man in dem Ausland in dem sie wäre keine Nachricht auf die Sprach-Mailbox sprechen. Tausende Gedanken sausen durch meinen Kopf und quälen mich.
Doch ich konnte auch nicht abheben- es könnte ja dieser Firmenmensch sein.
Ich könnte sie auch anrufen um mir Klarheit zu verschaffen. Doch bei den letzten Telefonaten, ich hatte sie angerufen, war die Stimmung schlecht. Ich hatte nicht das Gefühl sie freud sich oder es würde ihr wenigstens auf eine Art helfen. Bin ich wieder auf eine Art zu stolz? Will nicht, dass ich ihr auf die Nerven gehe. will dass es ihr gut geht.
Paranoia - Paranoia - Herzweh - Bauchweh - Oh weh...



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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