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Donnerstag, 1. August 2002


Barauslagenersatz und Gerechtigkeit



War gestern im R. essen und irgendwie haben die Kellner mitgekriegt von welcher Firma wir waren. Gleich darauf wurden wir mit Bons für die Cocktailbar versorgt (jeder Cocktail 3 Euro).

So weit ist es gekommen. Du gehst in ein nettes Restaurant, in dem du privat auch gerne essen gehst, die Firma zahlt dir das Essen und Trinken und sobald du als Business Gast erkannt wirst, bekommst du auch noch Gutscheine!

Gebt den Reichen mehr, verlangt, um das Ganze finanzieren zu können, mehr von den Armen. Der Mensch sehnt sich nach Gerechtigkeit!



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Mittwoch, 31. Juli 2002


Das Rattern der Gedanken



Hatte heute beim in die Arbeit Fahren schon wieder Tränen in den Augen. Dieses klumpige Gefühl im Bauch und das Rattern der Gedanken...

Vielleicht hat sie es schon viel früher gewusst, dass jemanden so lieb haben allein nicht reicht. Aber ist nicht dass gerade was es ausmachen sollte. Das unendlich lieb haben? Und jetzt hab ich sie immer noch gleich lieb und sehe sie nicht, denk nur an sie und wenn ich sie seh kann es eigentlich nur weh tun.

Wie soll man so etwas aushalten?



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Dienstag, 30. Juli 2002


Meine Wohnung ist Venedig



Gestern habe ich beschlossen, dass meine Wohnung Venedig ist. Der Blick auf auf die Kirche, die keiner kennt, der Garten mit den riesen Bäumen, die Neonreklamen in der Ferne. Am Abend weht der frische feuchte Geruch des Gartens in die Zimmer, die Grillen zirpen, der Wind in den Bäumen hypnotisiert.

Und heute in der Früh: Aus der Türe raus, links und rechts die Gastgarten mit den frühstückenden Menschen, die eiligen Leute die an mir vorbehasten. Der nahe Bahnhof.

Diese Gegensätze machen die Wohnung unwirklich. Wahrscheinlich deshalb Venedig...



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Montag, 29. Juli 2002


Ich ruhe in meiner Mitte



Ich bin heute derartig grantig und sauer, dass ich mich beim Mittagessen beherschen musste, niemanden meine Gabel in die Hand zu rammen.

Beim Anstellen in der Kantine wollte ich wirklich jemanden die Gabel in das fette ausgefressene Genick hinein stechen.

Ich ruhe in meiner Mitte, ich ruhe in meiner Mitte, ich ruhe in meiner Mitte, ich ruhe in meiner Mitte, ich ruhe in meiner Mitte, ich ruhe in meiner Mitte ...



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Sonntag, 28. Juli 2002


Von der Aussichtwarte auf meine Freundin schauen



Heute hab ich zum erstenmal meine Nicht-Mehr-Freundin gesehen. Wir waren in einem Cafe verabredet und als ich sie sah, musste ich unkontrolliert Weinen. Sie war einfach so viel, dass mich mein ganzes Elend überkommen ist und mich vor lauter verschiedenen Gefühlregungen nicht mehr ausgekannt habe.

Dieser Nachmittag war schön.

Am Schluss, nachdem klargestellt wurde, dass dieser Moment zwar für beide schön sei, es aber aus bekannten Gründen besser sei, sich nicht so schnell wiederzusehen, blieb ich als Häufchen Elend über.

Kenn mich nicht aus, was sie fühlt, wie es ihr in Wirklichkeit dabei und überhaupt geht, ob es gut ist, was wir gerade machen...

Hab mich in den Rauch geflüchtet und C. hat mich dann mit J. auf mein Drängen auf die Aussichtwarte mitten im Grünen Wald entführt und wir waren bei einem spacigen, höchst traurigen, Sonnenuntergang im Regenwald über der Stadt dabei.

Der Kopf ist leer, das Herz ist voll, voll wie das königlich kaiserliche Schwimmbecken in der Villa Aurora.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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