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Freitag, 6. Dezember 2002


Allgemeiner dynamischer Stillstand



Guldene Geschenke bei Co.. Danach „Gameboy Music Club“ im Rhiz. Teilweise wirklich genial und danach der erste Gitarren-Alternativ-DJ-Gig im Rhiz. Pavement, Pixies und dergleichem mit L. und M. und dann irgendwann nach vielerlei Tüterei zum Würstelstand geschwebt. Tausende Gedankensplitter; Ich habe James Brown umgebracht, nachdem ich den Piratenschatz von Captain Flint gefunden habe.

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Donnerstag, 5. Dezember 2002


Wunderschönes Winter-Styropor-Land



Heute Arbeit eher flau. Hab mich am Schluss zur Dynamik und Engagement überredet und danach ist es mir wirklich besser gegangen. Deshalb, immer Dynamik und Engagement!

Mit L. Richtung Mariahilferstr. gebrettert und dann ins Museumsquartier zum guten Punch. So schön ist es dort, C. und ich waren direkt gerührt. Noch gerührter war ich über die Erkenntnis dass das Museumsquartier nicht vergiftet ist.

(Exkurs: C. und ich einmal im Sommer am Sonntag ein Brettspiel ausprobieren. Location dafür gesucht und dann nachmittägig in den Ledersofas unter den Bögen der Kunsthalle versumpert. Nach Stunden in den wir gegessen, getrunken, gekifft, aber nicht über das Durchblättern der Spielanleitung hinausgekommen sind, in der Zeit wo alle ein/einhalb Stunden ein Typ muntergeworden ist, und uns sinnige Fragen wie „was heißt den Hemd auf englisch“ gestellt hat, und danach gleich wieder eingeschlafen ist, das Museumsquartier zurückerobert. Daran hat dann sogar Ju., die ich danach mit ihrem Freund getroffen habe, nichts ändern können.)

Ja, die schönen Bäume von den Bundesforsten, die lieben Schweinderl aus Holz, die Musik, ein Zauber nach zig Orangenpunch und Tüten. Natürlich übriggeblieben und den Schluss, vor allem den Kunsthallen-Iglu, ziemlich david-lynch-mäßig erlebt. Dazu passte dann auch noch der Champagner bei den Gazellen.

Wir gehen jetzt jeden Tag ins Winter-Styropor-Land.



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Dienstag, 3. Dezember 2002


Wir wanken nicht, wir wirbeln.



http://people.freenet.de/marienwunder/ Mit L. hab ich eine dreiviertel Stunde telefoniert und jetzt noch mit A. !

Wir haben uns vor lauter Begeisterung gegenseitig mit virtuellem Rosenwasser besprengt.

Wankt eure Seele? Fällt es euch schwer, inmitten der heftigen Anfechtungen dieser Welt, den Schatz der göttlichen Freundschaft in eurem Herzen zu wahren? Müßt ihr trotz eurer guten Vorsätze immer wieder Sünden und Rückfälle feststellen? Wenn es so um Euch steht, seid ihr sehr weit von der Gnadenquelle entfernt; ihr vernachlässigt es, Maria um Hilfe anzurufen. Hättet ihr sie zuversichtlicher angerufen, wärt ihr nicht gefallen.



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make me. think me.



ich fühle mich als wäre ich das ganze publikum einer real-soap. mehr eastenders als lindenstrasse, aber immerhin. vielleicht ist das aber jetzt nur ein positionswechsel, nachdem ich die erste hälfte dieses jahres wohl eine der hauptdarstellerinnen war. alles kommt vor darin: zerbrochene beziehungen, geheime liebschaften, ungewollte schwangerschaften, depressionen, welteroberungspläne, schwere krankheiten, süchte, you name it. manchmal versucht man, mir einen handlungsstrang zuzuwerfen, ich lass ihn aber durch meine finger rutschen und zucke mit den achseln. hab auszeit gerade, das zuschauen allein ist mir schon fast zu anstrengend.



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Zahnarzt, Katharsis und religiöses Kribbeln



Am späten Nachmittag zum Zahnarzt gegondelt, quer durch die ganze Stadt, direkt eine Reise. Zahnarztfahren ist immer ein eigenartiges Gefühl. Entweder Hoffen auf Erlösung oder Angst vor den kommenden Schmerzen. Außerdem hab ich diesen an sich wunderbaren Zahnarzt über K. kennergelernt. Deshalb muss ich auch immer an K. denken wenn ich zum Zahnarzt fahre. Dieses Mal war ich bei der Hinfahrt schon so durcheinander dass ich zu früh ausgestiegen bin, dann zu Fuß hingehetzt, sehr gut.

Die Zähne tun mir ja seit fünf Tagen gar nicht mehr weh, ungefähr der Zeitpunkt, wo ich diesen Zahnarzttermin ausgemacht habe.

Dieses Mal hat mich schon die Mundhygiene, die mangels feststellbarer möglichen Ursachen und zur Zeiterfüllung und Rechtfertigung der ganzen Anreise diente, fertig gemacht. Dieses Ausgeliefert-Sein trieb mir die Tränen in die Augen und still tropften sie fortan aus meinen Augen raus, die Zahnarztbehandlung stellvertretend für alles Leid und Unbill das ich in letzter Zeit erlitten habe und anderen Menschen zugefügt habe oder zugefügt haben könnte.

Nach dieser Katharsis zurück in die tropfende Dunkelheit der Vorstadt.

Und dann meine Mama am Telefon, Co. am Telefon, sie klang voll gut und vertrieb die Hälfte meiner Schmerzen, meine Mama am Telefon, M. am Telefon, er kann sich nicht mehr erinnern auf der Weihnachtsfeier ein Mädchen angequatscht zu haben, hat aber von einer eine Email bekommen, Mama am Telefon, D. am Telefon, sie wollen aufs No Angels Konzert um irgendeine davon zu schwängern, C. am Telefon, er fährt sturzbetrunken durch den 1. und ich muss die Wohnung von J. anschauen kommen....

Und jetzt sitz ich zuhause, wasche meine Wäsche und das Geschirr, empfinde eine Art religiöses Kribbeln, weiß dass ich nicht alleine durchs Leben stolpere, sondern erstens meine Zähne und zweitens jede Menge beste einzigartige Menschen habe.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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