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Bitte dieses Plakat nicht in freier Landschaft anbringen. Danke!



heute: eine aneinanderreihung von panikattacken. uh-ah. bin ich schon wieder in einer warteschleife, wo ich doch mit frühling gedacht hatte, ich wäre endlich herausgekurvt? ists nur lug und trug? ist mein job gut oder schlecht? machts sinn, drüber nachzudenken? denk ich zuviel oder zuwenig drüber nach? ich mag die menschen nicht mehr nach ihren meinungen fragen, zu oft sagen sie mir nur das, was sie glauben sagen zu sollen. wie macht man das, entscheidungen zu treffen? wieso hab ich das nie gelernt? kann ich das noch lernen? kruzefix!

und überhaupt die finanzen. heute beim mondo (ja, ich spar sogar bei den lebensmitteln grad!) ein alkoholikerobdachloser vor mir an der kassa. panik. so könnt ich auch enden. ich will gerettet werden.

urban paranoia. oder doch nur first-world-angst, konsumproduziert?

auf meinem schreibtisch ein lila spruchplakat mit gelber aufschrift: Der Gekreuzigte gibt jedem menschlichen Leiden Sinn. Bete zum Gekreuzigten!

danke, katholische kirche.

und: in wahrheit ist eh alles gut. morgen geh ich schwimmen, ich versprechs.



    
 


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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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