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Mittwoch, 4. September 2002


Ein Kompliment und die zwei Petzis



Gestern war ich mit J. und C. essen. Irgendwie sind wir dann auf Beziehungen und Nicht Beziehungen gekommen. Und dann machte mir J. so ganz nebenbei ein grosses Kompliment: "Soweit ich dass sagen kann, du als bester Freund meines Freundes, aber du siehst gut aus, bist intellegent, hast Schmäh und ich verstehe nicht warum du alleine bist".

Naja, eigentlich hatte ich bis vor zwei Monaten eine Freundin, so dramatisch will ich das Ganze ja doch nicht sehen. Und wirklich sagen, dass der beste Freund vom Liebsten ein schiacher Gnom mit null Intellekt und minimalen Wissen ist, geht ja auch nicht. Andererseits, von einer in der ganzen Welt herumgekommenen Checkerin, auf Du und Du mit der Clubkultur und den kreativen weltweiten Schönen, hört man das schon ganz gerne. Vor allem wenn es das kleine ICH nur so hin und her weht im wilder Sturm der Gefühle und Gedanken.

Trotzdem, eigentlich müsste ein derart beschriebener Mensch surrend und blinkend durch das Leben sausen und nicht nächtens bei offenen Fenstern zugedröhnt im Bett liegen und seine zwei Petzis (ein Stoffhund der Petzi heisst, aber als Bär behandelt wird, und in Wirklichkeit ein Hund ist und noch dazu Timmy heissen würde, und der neue Stoffbär den ich mir vor kurzem in einem Anfall beim Ikea gekauf habe) umarmend auf den nächsten Tag warten.



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Montag, 2. September 2002


So begann der Anfang vom derzeitigen Ende



So, jetzt hab ich gerade zwei Nachtfalter mit dem Staubsauger eingesaugt und vorher eine Stunde mit D. in Köln telefoniert.

D. ist derzeit auch eher getrübter Stimmung, hat am Samstag mit P. Schluss gemacht oder wie auch immer. Jedenfalls ist D. ein fester Ankerpunkt für mich und nach diesem Telefonat geht es mir bei weitem besser und D. hoffe ich auch.

Durch D. hab ich K. kennengelernt.

Ich war bei ihm, wir haben getrunken und nachher wollte er unbedingt auf so ein blödes Studentenfest ins Rathaus. Ich strikte Weigerung, no way, kommerzielles Missgeburts-Studentenfest...

Er dann zum Eingang, die Armbänder gecheckt, schnell nach Hause und zwei gleiche Bänder geholt und dann waren wir schon drinnen. Einem geschenkten Gaul kann man schlecht ins Maul spucken.

Und schon beim reingehen hab ich sie gesehen- mir hat es wirklich einen physischen Schlag gegeben und dann war sie schon fort, aufgeregt neben einem noch aufgeregteren Mädchen, Richtung Ausgang.

Ich hab mir gedacht, dass war es. Und dann nach Stunden sah ich sie auf der Tanzfläche. ...Herz in der Hose, Blutdruck in raumfahrtechnischen Höhen, pures Entsetzen.

Ich, der ich noch nie wirklich eine Frau angesprochen habe. Ich, der immer angesprochen wurde oder über irgendwelche Freunde oder Bekannte Mädchen und Frauen kennen gelernt habe. Und dann diese Situation.

Durch D. irgendwie so weit stimuliert dass ich mich irgendwann neben sie niedergleiten (hin fallen) liess und, was weiss ich, zu ihr gesagt habe.

Und dann köstliche Zeit in der sie mit mir geredet hat, mir die ersten Dinge von ihr erzählte, für mich ein Märchen erfunden und erzählt hat...

So begann der Anfang vom derzeitigen Ende.

Und ich hab jetzt D. von meinem Log erzählt und ihn den URL desselben, vor lauter Kummer über sein Befinden, gerade gemailt habe. Und irgendwie passt wieder Alles zum Ganzen, das Kleine zum Grossen und vielleicht wird ja wirklich Alles einmal gut.



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Montag, 19. August 2002


Fledermaus Panik



Jetzt war gerade, vor zwei Minuten, eine Fledermaus in meinem Wohnzimmer. Das war jetzt gruselig, ich ziemlich eingeraucht vor dem Fernseher als auf einmal ein schwarzer Hautfetzen seine Runden durch die Wohnung zieht.

Rund herum, vom Wohnzimmer ins Vorzimmer, in der vollen Geschwindigkeit. Ich volle Panik, Licht aus, ins Schlafzimmer, Tür zu- PANIK. Hat nichts geholfen, ich höre sie immer noch. Tür auf, schnell ins Zimmer, Licht auf, Fernseher aus, Licht ab und schnell ins Schlafzimmer.

Dann kurze Panik, Blick raus, zur Kirche, gegen den Nachthimmel. Nach nicht ganz einer Minute sehe ich das Vieh draussen vorbeifliegen.

Minuten gewartet, Tür auf, Licht aus, Kontrollblicke, gespannte Suchaktion.

Der Goldfisch ist noch im Glas- die Fledermaus ist raus.



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Sonntag, 18. August 2002


Auf den Grund eines ausgetrockneten Brunnens setzen und nachdenken



Ich habe am Mittwoch beim Fortgehen K. getroffen und das hat mich vollkommen durcheinander gebracht. Das einzige was für mich Sinn gemacht hätte, wäre sie einfach zu umarmen und sie nicht mehr auszulassen. Das einzige was ich fertig gebracht habe, war irgendeinen Blödsinn zu reden, sie anzuschauen, immer mehr in mich selbst zu versinken und als ich dann gegangen bin, um mich nicht völlig aufzulösen, hinter ihrem Ohr zu riechen (...das darfst du nicht mehr, ich bin nicht mehr deine Freundin).

Bin dann nur mehr hinten im Auto gelegen und habe gewartet bis man mich nach Hause bringt.

Danach hat mein Hirn gewütet, ich hab ihr zwei SMS schreiben müssen, sie hat nicht darauf reagiert. Ich habe sie in Gedanken getroffen, habe wirklich GEFÜHLT wie es war, was wir geredet und gemacht haben. Dann wieder das Hirn zermartert, wie es für sie ist, was das Beste für uns ist, was das beste für mich ist.

Ich sollte mich wie Toru Okada für Tage auf den Grund eines ausgetrockneten Brunnens setzen und nachdenken.

Bin dann doch wieder unter Leute, Bowling zu elektronischer Musik, zu Elvis Freaks, nobel italienisch Essen, Schildkröten in französischen Gewässern schwimmen zu schauen, in der Türkei essen...

Und helfen tut das alles nichts.

Und dieser Drecks Weblog freut mich auch nicht mehr!



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Sonntag, 11. August 2002


Bin das Glanzfoto im Spex Neujahrsheft



Ein arges Wochenende.

Am Freitag Abschiedsparty von K., unserer Assistentin. Ärgstes Durcheinander - Small Talk, wirkliches Reden, echtes Gespräch... Revolution und Wodka, das Durcheinader... Dringlichkeit besteht immer, alles flimmert...

Irgendwann nach Lokal, noch einem Lokal und dem Kent, ins Bett. Um fünf aufwachen, Verzweiflung, Kopf zerplatzt, Arsch kaputt, Hilfe! Wieder um neun aufwachen immer noch tot, finsim ter. Karten für die Eröffnungsfestivität im Club. Das tolle Elekronische Fesival. Aber keine Chance. Dort wahrscheinlich das Mädchen- in meinem Körper die Verzweiflung. Nach kurzem C. und J. Intermezo mit Herr der Ringe eine verkiffte Baraka Session bis in den Morgen.

Dann zur Einladung von J.. Mit Baby, Frau und J. in Transdanubia. Köstliches essen seit zwei Tagen und die Wolke der Freundlichkeit. Nur fein.

Danach Joint vor der Uno. Als this Boy is Tocotronic zwischen den Hochhäusern. Im super fetten künstlichen Gras, als Schatten, Grossstadt Feeling.

In der U-Bahn flirt mit Mädchens, bin das Glanzfoto im Spex Neujahrsheft. Denn wir wissen ganz bestimmt, dass wir beide Schatten sind.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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