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Freitag, 20. September 2002


fremde stimmen trällern in meinem kopf.



um 1.18 kam ein sms von d.: alive? stand da auf dem display - und los gings in meinem eigentlich schon schlafenden kopf:

I, I'm still alive Hey I, yeah, I'm still alive

ging über zu:

Alive and Kicking Stay until your love is, Alive and Kicking

und schließlich:

I will survive. As long as I know how to love I know I'll be alive. I've got all my life to live. I've got all my love to give. I will survive.

was kann ich sagen? ein großer teil meiner hirnmasse scheint mit unnützen lyrics belegt zu sein, welche zu den seltsamsten zeiten aufwachen und herumrumoren. dabei hatte ich nie eine pearl jam platte, ich schwörs! na gut, simple minds, schuldig. aber, zu meiner verteidigung: die letzten zeilen wurden immerhin von cake gesungen, da drin in meinem kopf. zu cake haben dann auch meine zehen mitgewackelt.

gestrige mutigkeit: im freien und dunkeln sitzen zu bleiben, wenn alle anderen leute vor dem regen ins lokal flüchten, das ist ziemlich mutig. und superpoetisch. regentropfen, ha!

gestriges lachen: innerlich vor freude, über 2 wundervolle freunde. immer wieder total schön, an ihre jeweiligen miniuniversen andocken zu dürfen.



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Donnerstag, 19. September 2002


Radikaler Realismus im Siebenstern



Den ganzen Tag argumentierender und seminartechnischer Weise im Hilton in der Gruppendynamik gefangen.

Danach voll fein mit A. und E. vorm Siebenstern. Schaften es dann nicht in die Kunsthalle sondern mussten drittig über U.S.A. und die Welt diskutieren und es schön haben.

Vor allem betrieben wir radikalen Realismus.

die elemente der lebensweise hier sind unedel. es muß die unwürdigkeit der produktionsverhältnisse sein, die da alles banal macht. hier, wenn irgendwo, wäre distanz nötig, aber niemand respektiert sie. das essen, das betrachten der landschaft, das gespräch, das schreiben eines buches, die geschäfte, all das hat hier noch einen anderen zweck, keinen ganz gut riechenden und ist so nicht würdig und nicht zugänglich in sich. Bertolt Brecht



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Mittwoch, 18. September 2002


sexuallockstoffe retten meine küche und possibly my life.



in meiner küchenluft sind sexuallockstoffe welche hoffentlich das fliegende dings welches mich seit tagen dort immer wieder umkreist töten. danke, bipa. und: ich kenne tatsächlich jemanden, der letztens um halb vier uhr früh aufstand, um die liveübertragung der erstbefahrung des geheimnisvollen schachtes in der cheops-pyramide mitzuerleben. seltsam, finde ich. andererseits: diese person fotografiert auch mit vorliebe grabsteine und zeigt mir dann friedhofsalben in meinen wohlverdienten zigarettenpausen.

ansonsten hab ich beschlossen, jeden tag ein bisschen mutig zu sein und auch einmal zu lachen. hm. bin heute mutig schwarzgefahren und hab x mit der mitteilung aufgeweckt, daß im frühjahr ein neues elefantenbaby kommt. darüber hab ich gelacht.

und darüber auch:



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Sonntag, 15. September 2002


Minimal Music und Minimal Action



Wir hatten ja eine Menge Spass. Das lag aber wirklich nur an uns.

Ansonsten, mit dem Ballon hat es wieder nicht geklappt. Schon der zweite Ballonfahrer verbraucht und wieder kein Aufbau. Sonst ein ruhiges feuchtes Linz, kaum Zuseher bzw. Zuhörer, dafür eine Menge Platz. Komplett umgedrehte Verhältnis zu vorherigen Woche. Die Symphonie Nr. 6 und das Konzert für Saxophone Quartet und Orchester passten so richtig zur Stimmung, die Lautsprecher Cluster beschalten die schwarz dahinfliessende Donau, Selbstmörder-Zivilpolizisten und verliebte Pärchen lauschten dem Ganzen.

Und eine schöne Verbindung die mir erst jetzt eingefallen ist. Ein zentraler Bestandteil der Symphonie Nr. 6 ist die Plutonian Ode von Allen Ginsberg. Und Ginsberg war ja auch in Marokko. Und C. ich fahren bald nach Marokko. Das Foto wurde von Ginsberg aufgenommen und zeigt Peter Orlovsky, Jack Kerouac und liegend William Burroughs am Strand von Tanger.

Und jetzt läuft auf n-tv die Wiederholung der Matinee der "Zeit" mit Harald Schmidt und damit werde ich den Sonntag Montag werden lassen.

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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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