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Mittwoch, 16. Oktober 2002


Oh mein Gott



Heute um sieben in der Früh aus dem Schlaf gerissen worden, weil die Handwerker meine Lichthoffenster unbedingt neu streichen müssen.

Ich mich überhaupt noch nicht ausgekannt, der Oberfensterstreicher hat dann, als er mich und die Wohnungseinrichtung begutachet hat, Einsehen gehabt und mir dann extrem genau erklärt (als ob ich schwerst geistig behindert wäre und nicht nur unausgeschlafen) was sie jetzt machen und wann sie was wieder bringen und den Wohnungsschlüssel hat er mir dann auch abgeschwatzt... Ich kann mich nur nicht mehr erinnern was er genau erklärt hat.

Jedenfalls nach der Aufregung und Verwirrung Fernseher eingeschaltet und beim zappen seh und hör ich etwas höchst beeindruckendes. Marlon + Freunde singen "Lieber Gott". Der Reinerlös aus dem Verkauf dieser Single wird an die Opfer der Flutkatastrophe 2002 gespendet.

In meiner völligen Verwirrung sind mir dann fast die Tränen gekommen, weil ich so gerührt war (geschädigt durch solche Jugenderfahrungen wie "We are the world, we are the children..." und "nackt im wind der brüllt und wütet, im orkan der menschen frißt, nackt im wind der planlos tötet..."). Ja, da guckte ich die deutschen kreativ Artisten an und vor allem diesen Marlon und konnte es gar nicht mehr fassen.

Oh mein Gott, wenn nach solchen Liedern noch eine Heuschreckenplage kommt, mich würde es gar nicht wundern.



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Er tut jetzt wieder, ich bald nimmer



So jetzt ist mein Computer wieder gesund und ich fühl mich krank. Seit Stunden nichts gegessen, zuviel geraucht, keine Nerven mehr.

Aber die Technik tut wieder was ich will.



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Dienstag, 15. Oktober 2002


Bitte dieses Plakat nicht in freier Landschaft anbringen. Danke!



heute: eine aneinanderreihung von panikattacken. uh-ah. bin ich schon wieder in einer warteschleife, wo ich doch mit frühling gedacht hatte, ich wäre endlich herausgekurvt? ists nur lug und trug? ist mein job gut oder schlecht? machts sinn, drüber nachzudenken? denk ich zuviel oder zuwenig drüber nach? ich mag die menschen nicht mehr nach ihren meinungen fragen, zu oft sagen sie mir nur das, was sie glauben sagen zu sollen. wie macht man das, entscheidungen zu treffen? wieso hab ich das nie gelernt? kann ich das noch lernen? kruzefix!

und überhaupt die finanzen. heute beim mondo (ja, ich spar sogar bei den lebensmitteln grad!) ein alkoholikerobdachloser vor mir an der kassa. panik. so könnt ich auch enden. ich will gerettet werden.

urban paranoia. oder doch nur first-world-angst, konsumproduziert?

auf meinem schreibtisch ein lila spruchplakat mit gelber aufschrift: Der Gekreuzigte gibt jedem menschlichen Leiden Sinn. Bete zum Gekreuzigten!

danke, katholische kirche.

und: in wahrheit ist eh alles gut. morgen geh ich schwimmen, ich versprechs.



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Zuhause Windows tot, deshalb Nachtrag



Im Rhiz war es gestern wirklich fein. Musik, Stimmung, rumänisch fröhlich. Am Schluss sorgte ich mit Confetti-Regen sogar für eine, auf unseren Tisch beschränkte, Kinderüberraschungspartystimmung.

Dann in den siebten, C. und ich hatten Gusto auf das wunderbare Blunzengröstl im Skala. Gestern kein Blunzengröstl auf der Karte. So geht das nicht.

Zuhause der letzte Rest von Leon der Profi. Sie ist so...

Und dann ging mein Windows flöten. Deshalb dieser Nachtrag.

Zum Schluss fütterte ich meinen Goldfisch. Und weil doch nicht alles so perfekt war, habe ich dafür meinen Basilikumstrauch verdursten lassen.



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Montag, 14. Oktober 2002


I was one of the suit-people. and I liked it.



frankfurt. kegeln und einsame hotelzimmer und menschen im business-dress und wolkenkratzer und vorortzüge und strammer max auf der speisekarte. sich hoffnungslos betrinken mit ehemaligen botschafters-geliebten, sich vom chef mit bussi-bussi verabschieden, sich wundern. auf empfängen ehemalige studienkollegen wiedertreffen, die plötzlich anzüge tragen und visitenkarten verteilen. frankfurt. dieter bohlen ist der neue star am literaturhimmel, was soll uns da noch passieren. dann k-mensch. meine königsdroge. sich verknoten, eine symbiose bilden, am fm4fest herumtorkeln, thanx to mb for guestlist.

und jetzt grad heimgekommen. gasboiler streikt, kalt ists, kurzes update von s. geholt, die tasche will ausgepackt werden. meine wohnung ist ein bisschen unfreundlich weil so lange allein gelassen. entschuldige, wohnung!



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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