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Sonntag, 17. November 2002


Strohhalm-Herzen, ein Samstag in der Badewanne und die Sorgen vor zuviel Entspanntheit



© Martin Arnold Freitag Geburtstagparty mit zuviel Wodka, blauen Strohhalmherzen an der Wand und lustigem Popkorn in Kleidertaschen.

Den Samstag in höchst charmanter Gesellschaft in der Badewanne verbracht und eine Extremerfahrung in absoluter Entspanntheit erleben dürfen.

Heute meinen wöchentlichen Sonntagscafe beim Anker im Westbahnhof geschlürft und mich über den riesigen Zeppelin der Grünen gefreut der wie durch Zauberhand durch den Westbahnhof schwebte. Danach einen enormen Stimmungseinbruch erleben müssen und Martin Arnold liess mich durch „The Invisible Ghost“ in der Kunsthalle einpennen. Leicht verwirrt ins Aux Gazelles rübergelaufen um dort C. und J. zu treffen. Als wir in Hietzing angekommen sind war ich schon komplett betoniert und bin in der Wohnung von J. wie ein Vollidiot herumgestanden und hab mir alte Hofer Postwurfsendungen durchgelesen und C. ist wie ein Irrer herumgewuselt und hat seine Herbstschuhe gesucht. Da kurz nach sieben Uhr offenbar der schlechteste Zeitpunkt ist, um ins Kino zu gehen, haben wir die Zeit mit einem kleinen Sis Kebab im Kent rumzubringen versucht. Dort hab ich mich umsonst gefreut, Einbildungskraft gepaart mit Kurzsichtigkeit, eine schlechte Kombination.

Nachdem ich dann im Apollo erst recht wieder eingeschlafen bin, sitz ich jetzt zuhause, mach mir ernsthafte Sorgen ob meines Schlafverhaltens und denke über Alt-Norwegisch, den Cubus in Wolfurt und den Hofer am Brunnenmarkt nach.

Met a girl – introduced myself I asked her to with me and no one else And she said: I’d really like to see you everyday But I’m afraid of what my friends might say You need a bath and your clothes are wrong You’re not my type I can tell we wouldn’t get along I just laughed what else could I do And her friend chimed in singin’ get a clue Get a life – put it in your song There’s something I’ve been meaning to say to you I’d had enough couldn’t take it anymore So I turned and I ran straight for the door Bought some mags on my way home For later on ya know when I’m all alone Bottle of wine and some cigarettes Watch TV and go to bed I know a guy lives in Los Angeles Sometimes his life there makes me so jealous I’d like to move out of this place Change my name – get a new face Sleep all day stay up all night And everybody I meet thinks I’m alright Pat my back say I like your song

Brendan Benson, Metarie; 2002



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Samstag, 16. November 2002


ich wollte was übers zähneputzen schreiben



und hab dazu ein bild von einer zahnbürste im www gesucht. HA! einfach, denkt man, falsch gedacht. überall nur diese elektrischen dinger, liebe güte. mir ists egal, denk ich mir, ich schreib jetzt trotzdem, daß ich mir seit neuestem immer die zähne auf a-art versuche zu putzen. die hat mir nämlich kürzlich vorgemacht, wie sie morgens immer mit ihrem r. vorm spiegel steht und beide euphorisch, mit weit aufgerissenem mund, das gesicht gegen himmel gestreckt, an ihren zähnen rumschrubben und dabei so aussehen, als würden sie glücklich lachen. ich war bisher immer übers waschbecken gekrümmt und hab den mund relativ geschlossen - den umständen gerade noch entsprechend - gehalten. eine mißmuts-zahnbürsterin. aber ich will eine frohsinn-zahnbürsterin werden. eine hans-guck-in-die-luft-zahnbürsterin. ich glaub das würd mir helfen. zumindest meinen rückenschmerzen. x hat uebrigens eine blendi-zahnpasta im vorratsschrank. weil das so eine nette kleine tube wäre, die koennte er irgendwann mal brauchen, meint er; vielleicht auf dem himalaja. da faellt mir ein, daß der bodyshop frueher so eine zimt-zahnpasta hatte. die sollte ich mal ausprobieren, das wuerd dem frohsinn sicher helfen.

probleme, die die welt nicht braucht.



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Donnerstag, 14. November 2002


Veränderung ist gleich Glück



Lasst uns alles verändern. Wir verändern uns, alles ist verändert, dann sind auch die, die sich nicht verändern, glücklich. Und wir sind doppelt glücklich.

Ich sitze jetzt wie ein fetter Buddha am Notebook im Wohnzimmer, bequem auf einem alten Thonet Sessel sitzend, aus dem Schlafzimmer tönt FM4 und mir vis-a-vis läuft der Fernseher. Ich bin glücklich. Und wie wie kann ich darüber glücklich sein?

Angefangen hat alles, dass meine Eltern heute auf einem Kurzbesuch in Wien waren. Eigentlich ein Grund unglücklich oder zumindest genervt zu sein. Aber mein Vater hat mir als Geschenk einen wunderschönen alten Beomaster 900 mitgebracht. Wunderschönes Design, schaut aus wie neu und funktioniert prächtig. Na gut. Ich stelle das Teil im Schlafzimmer auf den Boden, frühstücke mit meinen Eltern und komme dann drei Stunden zu spät in die Arbeit. Am Nachmittag ruft meine Mama an. Sie hätten da ein dunkles Holztischerl gesehen, ob sie mir das kaufen sollten. Schwerste Bedenken meinerseits; doch nach minutiösen Ausfrageversuchen bat ich dieses alte Tischerl zu kaufen.

Als ich dann nach Hause kam volles Glück, das Tischerl entpuppte sich als der perfekte schlanke dunkle Hartholztisch mit einer Rauchglasplatte obenauf, der Radio und der Tisch verschmelzen zu einer Einheit aus dem Jahre 1964. Doch nun volle Verzweiflung. So konnte ich den Tisch mit Radio nicht stehen lassen. Der perfekte Platz musste gefunden werden. Da auf dem perfekten Platz schon das Dreckstischerl mit dem Notebook stand, wo ich mir immer höchst asketisch auf dem Boden sitzend, die Füße einschlafen ließ.

Vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer, der riesige Tisch muss weg, wohin damit. Ins Schlafzimmer, nicht so gut, vielleicht könnte ich die Matratze auf den Tisch drauflegen, Tisch ins Vorzimmer, Sofa aus dem Vorzimmer in das Wohnzimmer, mache ich aus dem Schlafzimmer ein Esszimmer, mache ich aus dem Vorzimmer ein Esszimmer, aus dem Wohnzimmer ein Musikzimmer und aus dem Schlafzimmer ein... Mitten drin in meinem Umräumen kommt C. vorbei. Rotwein auf, Musik laut, verschieb, vermess, installier und montier, verzweifle und lache... Und jetzt ist es perfekt. Ich muss nur ungefähr sieben Möbelstücke in den Keller fahren und dann ist es vollendet.

Bis zum nächsten Verändern. Ein Bett wollte ich eigentlich auch schon seit langem.



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Eine mausblöde Geschichte aus reiner Gegenwart



Ein spätromanisches Fresko auf der Außenmauer der Pfarrkirche in Malta (Bezirk Spittal/Drau in Kärnten) zeigt ein Fabelwesen zu Füßen einer Christophorus-Figur.

Schaut aus wie eine Micky Maus, ist laut APA etwas um 1300 entstanden und das ganze ist eigentlich eine mausblöde Geschichte aus reiner Gegenwart, sammelt und stapelt sich, von selbst herum um mich.



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Mittwoch, 13. November 2002


Gesucht wird:



Frau die mich liebt und die mit mir zu Do it over again von Spiritualized durchs Leben sausen will.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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