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Sonntag, 1. Dezember 2002


Fear and Loathing in Las Vegas



Wie extrem schräg eine Weihnachtsfeier erlebt werden kann.

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Samstag, 30. November 2002


re/producing the private



Hab Co. im WUK besucht. Dort das volle Experimentier Spektakel. Und darauffolgende höchste Transformierung. Zwischen den imaginären Sounds der "Stadt Sound Station" und dem realen Sound-Teppich der "gameboy music" und dutzenden Filmkassetten ein höchst charmantes Durcheinander. Nach einigen Tüten, viel Rotwein und einem kurzen Ausflug in den Film „Deconvention“ von Michael Hacker runter zu der Party. Dort Backstage ein enormes Durcheinander, schrille Philly aus NY, internationales Individual-Chaotentum, Island Verwirrungen und zig Tüten und Flaschenbier aus dem Kühlschrank. H.W. getroffen, alles zusammen ein höchst schräger Film. Dann mangels funktionierenden Beamer per Taxi nach Ottakring.

Urlaub in Ottakring. Fortsetzung bei strahlender Sonne am Markt und Frühstück im C.I.. Tacheles.

Verwirrter Tomaten Gurken Einkauf und noch verwirrteres Sitzen mit Sonnenbrillen vor der U-Bahnstation. Nachdenken-Flucht mit C. plus Kaufrausch im Interspar und Weißwurst und Weißbier in der Wäscherei. Als eindeutig entspanntester Fußgänger auf der Mariahilfer Strasse durch die letzten Auswirkungen des langen Einkaufssamstages nach Hause.

Und jetzt sitze ich mit einem Lemon Soda da und fürchte mich vor der heutigen Weihnachtsfeier.

St. hat gerade angerufen, ob es passt wenn er bei mir vorbeischaut. Gerne. Dann auf die schon vergessene Geburtstagsparty ums Eck und dannach mit M. auf die Weihnachtsfeier.

Failure is always the best way to learn Retracing your steps until you know Have no fear your wounds will heal



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the truth is: I miss you.



samstag vormittag. fernbedienung, fernseher an, ein uralter schwarzweißfilm auf orf 2, schön, alle menschen rauchen ununterbrochen. aufstehen oder nicht? nobody said it was easy/no one ever said it would be so hard/. zu faul um kaffee zu kochen, gedanken an die leere des gestrigen abends, die ehemals coolen, jetzt so erwachsenen und reifen menschen in der ikeawohnung, schal schmeckender rotwein, fällt nur mir auf daß die gespräche eher aus pausen bestehen? p. kommt, der vor wintern dereinst mit dem rad im schneesturm zur telefonzelle fuhr, um mir von seinen lieblingskinderbüchern zu erzählen, it's crazy what we could have had. g. sitzt da, wie immer verstehe ich ihn kaum, er wird wohl von gallerien und künstlerfreunden erzählen, ich nicke an den passenden stellen. s'freundin unterrichtet jetzt an einer katholischen privatschule; man unterhält sich über abgebrochene und doch geschaffte studien, was von m. gehört? der ist jetzt into pr, geht jeden tag mit anzug aus dem haus, den kampfsport hat er wohl aufgegeben. f. hat zahnschmerzen, ich schimpfe ein bisschen mit ihm, er freut sich über meine ermahnungen. irgendwie kommt die sprache auf lego, s. meint lächelnd, er hätte mal ein geschäftliches mail von ihm bekommen u. sich dann gedacht, lego würde sicher in dieser firma sitzen und sich als der popstar fühlen, der er ja wäre. schön, das freut mich. konzertberichte, suede war unerwartet gut, schön, weil nicht mehr so theatralisch, meint p., die manic street preachers? das publikum war ein eiskasten, befindet s. ich schaffe es, kein wort mit c. zu reden, aber nett, ihn mal wieder zu sehen. bevor mich der parkettboden erstickt und ich eine flasche rotwein gegen die weiß gestrichenen, dezent beleuchteten wände schmeisse, stehe ich auf, gehe. f. läuft mir nach, warte, alles ok? ja, klar, ich wundere mich über seine besorgtheit, er sucht wohl immer noch nach meinem verzeihen, er wankt schon ein bisschen, ich freue mich, schlüpfe in meine weiße felljacke, stopf mir die walkmanstöpsel ins ohr und flüchte.



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Freitag, 29. November 2002


5 Hour Party People



'You cunt.' Wilson and Gretton were making friends with each other at the bar. Erasmus was playing pool with Lindsay. 'You fucking cunt.' A scrawny young lad, at the other side of the pool table. Intense, intense eyes. And a voice on him. 'You're a fucking cunt.' 'Interesting opinion,' answered the local celeb. 'Is he a friend of yours?' to Gretton, who was leaning sideways on the bar. 'He's our lead singer,' said Gretton. As his lead singer moved past the pool table towards the bar, Wilson recognized the crazed frontman from Warsaw. Ah, yes. Ian Curtis stopped his advance a few inches short of Wilson's nose. Never one for violence, of any sort (complete bloody wimp since primary school), Wilson shrank into himself. 'Do you think he's going to hit me?' Gretton let the question hang in the air. Gretton was the impeccable personal terrorist. He liked 'situations' and his lead singer was putting the TV man into a situation. A silence, then a phrase. 'You cunt.' 'Yes, you've said that. A little sarcasm was restoring Wilson's sang froid. 'The shit you put on telly and you don't put us on. You fucking cunt.' Wilson was about to explain that there were limited slots, that there was a queue, but that in fact he had already thought that the next band he should slot into his Granada Reports music collection was the Warsaw lot. But excuses and promises dried up as the staring eyes of Mr Curtis moved away. Relief was sighed. Gretton smiled to himself. That was his kind of lead singer. That was his lead singer.

From 24 Hour Party People, by Tony Wilson.

Und gestern hatten wir es auch fein. A., E. und C. beim Jellybeat Konzert. Mit einem kurzen mehrstündigen Freiluft Crashkurs in Motivation vorm Chelsea und Alex als Bez auf der Bühne.



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Donnerstag, 28. November 2002


goldgeblendet. davon erholst du dich nie mehr.



du stolperst raus aus dem lokal, aus der lauten musik, den flirrenden farben, dem bunten treiben, in die nacht, in die stadt. neben dir jemand, den du wenig kennst, der dir fremd scheint, der seltene & seltsame sätze sagt, sätze, die nach interpretationen schreien, sätze, die du nie verstehen wirst und die du nie zu verstehen hoffst. vertraute distanz. die stadt schleicht an dir vorbei. vögel beginnen ihr singendes aufwachritual, du fragst dich, wo sie wohl wohnen in all dem stahl und beton. die stadt scheint zu sterben oder gerade aufzublühen, who are you to tell the difference. die distanz zwischen deinem und dem körper neben dir scheint zu brennen wie die lunte an einer bombe. feuerspur.

"standing at the door of the pink flamingo, crying in the rain [...] you were a sleep-around, a lost-and-found, and not for me I feel [...]"

cut.

ein jahrtausend später hältst du die platte in händen, /i never knew you/you never knew me/say hello, goodbye/, die fremde stimme von damals hat dir ein geschenk gemacht.

ich tanze silber.



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do 100108


sehe: woody allen höre: autos vorbeirauschen weil ich bei offener balkontüre in der küche rauche schmecke: gummibärli rieche: verrauchte wohnung fühle: rastlosigkeit trage: thailandhose (unten sommer) und wollpulli (oben winter) lese: kureishi/ das sag ich dir rauche: heute wenig hätte gerne: ein ende des wartens wäre gerne: in gesellschaft gute tat heute: die wildschweine besucht böse tat heute: die wohnung weiter ...
von nowhere @ 10.01.08, 23:30

do 291107


sehe: abschiede höre: immer dieselben lieder schmecke: bier rieche: nicht nach mir fühle: benommenheit rauche: ich fresse die zigaretten schon fast trage: graues kleid. schwarze strümpfe. schickes rosa unterkleid. lese: gerade ausgelesen: peter stamm/ an einem tag wie diesem. jetzt mache ich weiter mit: john von düffel/ beste jahre; und nebenbei blättere ich im decamerone hätte gerne: mehr ...
von nowhere @ 29.11.07, 19:23

anders.


das sehnen nach dem anders. nach dem wegrücken vom jetzt; wissend, dass die zufriedenheit nie zufriedenzustellen ist. sehnend nach einem alltag, der ohne der bestehende zu sein, ein alltag ist. mit grosser angst. und neugier. mut. der grösser wäre, wäre ich allein. sehnen nach dem anders: das präsent ist, kommen wird, und vielleicht gehen wird. die ...
von nowhere @ 13.11.07, 21:31

di 131107


sehe: mich älter werden rieche: keine vernunft schmecke: aufregung höre: lou reed/ perfect day fühle: morgen trage: lachend rauche: dauernd hätte gerne: zeit für alltag wäre gerne: die einzige gute tat heute = böse tat heute es wird: ich ein drittel jahrhundert alt und keinen tag klüger
von nowhere @ 13.11.07, 21:20

fr 021107


sehe: in meine träume höre: immer dieselben träumlieder schmecke: wieder mehr rieche: leider riechen träume nicht fühle: weiter lese: ein grosser esel trage: mein schlafendes kind hätte gerne: eine freifahrtkarte für die db bzw öbb wäre gerne: in wien gute tat heute: im wald spazieren gegangen böse tat heute: im wald spazieren gegangen es wird: ein waldbrand
von nowhere @ 03.11.07, 00:32

so 281007


sehe: wieder meine küche höre: leaving on a jetplane schmecke: eine angebrochene flasche burgenländischen rotweins rieche: nach letzter nacht fühle: das richtige rauche: österreichische nil (oder warens kim?) lese: die landschaft hinterm zugfenster trage: schwer hätte gerne: unendlich mehr zeit wäre gerne: dort gute tat heute: aus österreich zurückgekommen böse tat heute: alles, was ich derzeit tue, ist richtig es wird: bald ...
von nowhere @ 28.10.07, 19:57

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